Rainbow Skies -Oldschool-Rollenspiel mit Suchtfaktor

Lange mussten Fans auf Rainbow Skies warten, aber jetzt ist das Rollenspiel endlich verfügbar. Ob die Sidequest Studios nach Rainbow Moon noch eine Portion drauflegen konnten, das erfahrt ihr im Bericht.

Die Stunden vergehen wie im Flug. Was mache ich? Richtig, ich spiele Rainbow Skies. Ich erinnere mich noch als ich vor sechs Jahren (2012) Rainbow Moon bis zum Umfallen gezockt habe. Ein ansteckendes Gameplay ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Auch der Oldschool-Touch dieser Rollenspiel-Serie von Publisher Eastasiasoft und dem deutschen Entwicklerteam Sidequest Studios aus Mainz zog mich direkt in seinen Bann. Die Erfolgsformel hat sich bei Rainbow Skies nicht geändert, allerdings wirkt der zweite Teil nach sechs Jahren wie ein würdiger Nachfolger und ich würde sogar behaupten ein besser zweiter Teil der Serie. Das schaffen ja bekannterweise nicht viele Spiele heutzutage.

Um mit etwas Negativem anzufangen, leider konnten mich die Charaktere und die Story von Rainbow Skies erneut nicht fesseln. Dieses Problem hatte ich auch bereits bei Rainbow Moon. Zuviele Klischees werden einem um die Ohren geschmissen und mein Interesse wird bei langen Textpassagen leider immer geringer. Nichtsdestotrotz gibt es Lichtblicke und auch einige sehr lustige Dialoge, wo ein toller Humor vorhanden ist. Generell steht für mich aber das Gameplay und die Spielerfahrung selbst im Vordergrund, denn dort trifft Rainbow Skies genau ins Schwarze!

In der Welt könnt ihr jetzt etwas freier erkunden als im Vorgänger und die rundenbasierten Kämpfe erfolgen entweder zufällig oder „gezwungen“. Letzteres soll heißen, dass ihr euch einigen Kämpfen stellen müsst, um in der Geschichte voranzukommen. Dieses System ähnelt einem Final Fantasy, wo man natürlich durch die Annahme zahlreicher Zufallskämpfe in schnellerer Zeit eine starke Truppe aufweisen kann. Solltet ihr allen zufälligen Begegnungen aus dem Weg gehen, dann werden die Kämpfe entsprechend schwieriger. Der Schwierigkeitsgrad spiegelt sich aber nicht nur in der Form eures Grindings wieder, sondern ein NPC lädt euch außerdem dazu ein, die Kämpfe schwieriger zu gestalten. Solltet ihr dennoch erfolgreich sein, winken euch ein Haufen Belohnungen.

Alle gefundenen und erhaltenen Gegenstände werden entweder für die Erfüllung von Nebenmissionen oder die Verbesserung eurer Charaktere genutzt. Ihr könnt eure Ausrüstung sowie Waffen verbessern und euch zusätzliche Lebenspunkte, mehr Rüstung oder erhöhten Schaden sichern. Tränke nutzt ihr dann im Kampf entweder, um euer Mana wiederherzustellen oder aber dem Tod zu entgehen. Hier folgt alles dem klassischen Rollenspielmuster. Ein interessanter Aspekt ist aber, dass jeder Charakter seine eigene Anzahl an Inventarplätzen besitzt, die auch gruppiert nach Gegenstandstyp sind. Hier müsst ihr also ein wenig Ressourcenmanagement betreiben und notfalls beim Händler etwas versilbern. Natürlich ist es auch möglich, das Inventar aller  Charaktere zu vergrößern.

Schließlich möchte ich noch erwähnen, dass der Soundtrack von Rainbow Skies absolut grandios ist. Die Melodien passen hervorragend und man hört einfach nur gerne zu. Ein weiteres interessantes Feature, welches nicht unerwähnt bleiben darf ist die Monsterzucht. Ihr könnt in Rainbow Skies verschiedene Kreaturen für euch kämpfen lassen und selbstverständlich besitzen diese auch ihre eigenen Fähigkeiten. Tolle Sache!

Mein Feeling:

Rainbow Skies tritt in die Fußstapfen von Rainbow Moon und beweist, dass diese Art von Oldschool-Rollenspiel auch 2018 noch jede Menge Spaß machen kann. Es wurde an den richtigen Stellen verbessert und erweitert, was es zu einem Muss für Fans und Liebhaber von RPG’s macht!